Das Warzenkraut

Schöllkraut - Chelidonium majus
Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)

Versteckt in Nischen zwischen Häusern oder an Wegrändern blitzt das Schöllkraut mit seinen gelben Blüten hervor.  Die Pflanze wird etwa 60 cm hoch und hat einen behaarten Stengel. Die gelben Blütenblätter fallen leicht bei Berührung ab. Schon in der Antike spielte das Schöllkraut als Heilpflanze eine wichtige Rolle bei Leber- und Gallenleiden. Im Mittelalter fand der Milchsaft, der beim Abbrechen des Stengels zum Vorschein kommt, gegen Warzen und andere Hauterkrankungen Verwendung. Heute wird es in der Volksheilkunde zum Beispiel bei Asthma und Wurmerkrankungen eingesetzt. Im Handel gibt es Fertigarzneimittel, da diese standartisierte Inhaltsstoffe enthalten. Wie so häufig ist die Pflanze nicht ungefährlich, da sie auch giftig ist und der Saft ätzend wirkt.

“Dosis facit venenum” (Die Dosis macht das Gift) Paracelsus

Schöllkraut (Chelidonium majus, Foto: Wunder)

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